Dienstag, 26. März 2019

USA wollen 2024 wieder auf dem Mond landen

US-Vizepräsident Pence kündigte heute an, dass man innerhalb von fünf Jahren erneut Astronauten zum Mond schicken wolle. Die bisher letzte bemannte Mondmission war Apollo 17 im Jahr 1972.

Die Trump-Regierung hatte bereits Ende 2017 eine Rückkehr zum Mond als neues Ziel für die NASA ausgegeben, nachdem der Fokus unter Obama auf der Vorbereitung einer bemannten Marsmission gelegen hatte (diese hätte allerdings nach letzten Prognosen frühestens Ende der 30er Jahre starten sollen).
Intern war man bisher von 2028 als Datum für eine eine erste Landung im Rahmen des neuen Mondprogramms ausgegangen. Der Zeitplan soll nun also deutlich gestrafft werden. Langfristiges Ziel ist weiterhin der Aufbau einer Mondbasis und auch bemannte Marsmissionen.

Erst vor zwei Wochen hatte NASA-Chef Bridenstine für Aufsehen gesorgt, als er die Möglichkeit ins Spiel brachte, die erste Mission der Orion-Kapsel mit einer privaten Rakete statt mit der um Jahre verspäteten Riesenrakete SLS durchzuführen. Dieser Alternative werden aber nur geringe Chancen auf Verwirklichung eingeräumt.

Es ist unklar, wie eine derart drastische Beschleunigung des Zeitplans für bemannte Mondlandungen gelingen soll, wenn es bei der bisherigen Planung bleibt, in der SLS und eine kleine Raumstation im Mondorbit (die von vielen als unnütz kritisiert wird) eine wichtige Rolle spielen. Von Budgeterhöhungen für die Raumfahrtbehörde war jedenfalls keine Rede.

Herzstück des bisherigen Plans: Lunar Gateway, ein Projekt mit zweifelhaftem Nutzen (Bild: NASA)

Die NASA unter Trump will private Firmen beim Mondprojekt einbinden, insbesondere "New Space"-Unternehmen wie SpaceX und Blue Origin. SpaceX plant die ersten orbitalen Flüge mit ihrer wiederverwendbaren Riesenrakete Starship bereits für nächstes Jahr. Eine bemannte Mondmission wäre damit kein Problem - ohne SLS, ohne Lunar Gateway. Elon Musk äußerste sich bereits entsprechend; er denke dabei ein an wettbewerbsorientiertes, kommerzielles Programm zum Aufbau einer Mondbasis - eine Bezahlung der beteiligten Unternehmen würde nur bei erfolgreicher Landung erfolgen.

Starship beim Wiedereintritt in die Atmosphäre in einer künstlerischen Darstellung (Bild: SpaceX/Popular Mechanics)

Es wir sich bald zeigen, wie ernst man die Vorgabe von Pence nehmen kann. Ohne eine grundlegende Planänderung wird es nicht gehen, eine Mondlandung mit SLS bis 2024 ist praktisch ausgeschlossen. Pence machte zwar entsprechende Andeutungen, doch SLS hat immer noch eine sehr starke Lobby im US-Kongress.


Mittwoch, 13. März 2019

SLS-Projekt zunehmend unter Druck

Es sieht so aus, als könnte sich die NASA den Realitäten nicht länger verweigern: Die erste Orion-Mission wird nun möglicherweise mit einer Falcon Heavy statt mit SLS starten.

Bei einer Anhörung vor dem Kongress sagte NASA-Chef Bridenstine, dass man in Erwägung ziehe, die für Sommer 2020 geplante erste Mission mit der Orion-Crewkapsel statt mit dem neuen Schwerlastträger SLS mit einer kommerziellen Trägerrakete durchzuführen. Orion wird bei dieser Mission unbemannt eine Mondumrundung durchführen. Für diese Aufgabe ist derzeit eigentlich nur die Falcon Heavy von SpaceX ausreichend leistungsstark. New Glenn von Blue Origin wird frühestens 2021 zum ersten Mal abheben, kommt daher also nicht in Frage. Mit Delta IV oder Atlas V bräuchte es wohl zwei Starts, um die knapp 26 Tonnen schwere Crewkapsel samt Servicemodul und außerdem eine Oberstufe für den Einschuss auf eine Flugbahn zum Mond separat in eine Erdumlaufbahn zu befördern.

Scheinen sich gut zu verstehen: Elon Musk (links) und Jim Bridenstine (Quelle: Twitter)

Schon im neuen Budgetvorschlag der Trump-Regierung kam SLS nicht gut weg. Eine unbemannte Forschungsmission zum Jupitermond Europa (Europa Clipper) soll nun nicht mehr mit der NASA-Rakete stattfinden, sondern auch hier setzt man auf kommerzielle Alternativen. Außerdem sollen die Arbeiten an der Block 1B genannten, leistungsfähigeren Variante des Trägers auf Eis gelegt werden. Es sieht zunehmend so aus, als bereite man sich schon auf das Ende des Projekts vor, das wohl ohnehin unausweichlich ist, sobald New Glenn von Blue Origin und Starship von SpaceX einsatzbereit sind. Diese Trägersysteme sind im Gegensatz zu SLS ganz bzw. teilweise wiederverwendbar und um ein Vielfaches günstiger in Betrieb und Entwicklung.


Sonntag, 17. Februar 2019

Nachrichten Januar/Februar


Mehr Informationen zum Hitzeschutz-System von Starship

Elon Musk hat näher erläutert, wie er sich das Hitzeschutz-System vorstellt, mit dem Starship sicher zur Erde zurückkehren soll. Wie bereits bekannt, wird das wiederverwendbare Raumschiff nun aus Edelstahl (statt wie ursprünglich geplant aus Verbundwerkstoff) gefertigt werden. Stahl ist zwar schwerer aber auch hitzebeständiger. Der eigentliche Clou wird aber ein neuartiges System zur aktiven Kühlung der Außenhaut sein: Durch tausende winzige Löcher entweicht Wasser oder Treibstoff und führt so Hitze ab: Das Raumschiff "schwitzt". Ein derartiges System ist noch nie in der Raumfahrt erprobt worden. Sollte es jedoch funktionieren, wäre es ein großer Fortschritt gegenüber kachelbasierten oder ablativen Hitzeschilden.

Noch gibt es keine offiziellen Bilder des aktuellen Designs, aber so oder ähnlich dürfte es aussehen (Bild: Reese Wilson)


Raptor-Tests

Seit dem 3. Februar laufen bei SpaceX die ersten Tests eines Raptor-Triebwerks in Originalgröße. Dabei wurde schon jetzt ein Rekord in puncto Brennkammerdruck gebrochen, der über Jahrzehnte vom russischen RD-180-Triebwerk gehalten worden war. Raptor erreichte einen Brennkammerdruck von 268,9 bar. Das ist immer noch ein gutes Stück von den ursprünglich anvisierten 300 bar entfernt, aber vermutlich wird man sich langsam steigern, wie auch schon bei der Entwicklung des Merlin-Triebwerks. Auf jeden Fall sind die Tests ein großer Erfolg, da Raptor quasi das Herzstück der neuen Riesenrakete Super Heavy/Starship darstellt. Mit ihm steht und fällt der Erfolg dieses Projekts.

Raptor auf dem Teststand (Bild: SpaceX)


Vorbereitungen für zweiten Start von Falcon Heavy

Frühestens Ende März wird SpaceX' Flagschiff Falcon Heavy nach dem geglückten Jungfernflug im Februar letzten Jahres zum zweiten Mal abheben. Es scheinen nun alle drei Falcon-Stufen den Startkomplex in Florida erreicht zu haben. Bei der Mission soll der Kommunikationssatellit Arabsat-6A ins All gebracht werden. Bereits im April könnte die STP-2-Mission für das US-Militär folgen. Sehr wahrscheinlich wird es aber zu Verzögerungen kommen.


Stratolaunch beerdigt Zukunftspläne

Nach dem Tod seines Gründers Paul Allen im vergangenen Oktober scheinen die Raumfahrt-Ambitionen von Stratolaunch Geschichte zu sein. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden die Entwicklungsarbeiten an eigenen Trägerraketen eingestellt. Das riesige Trägerflugzeug soll zwar weiterhin Flüge mit der Pegasus XL-Rakete von Orbital durchführen, doch ist dies nicht vergleichbar mit den ursprünglichen Plänen, an deren Ende ein voll wiederverwendbares System stehen sollte.

Ersatzlos gestrichen: Nur Pegasus XL (ganz links) wird weiterentwickelt (Bild: Stratolaunch)


Mondpläne der NASA

Die amerikanische Raumfahrtbehörde will - wieder einmal - zurück zum Mond. Bis Ende der 20er Jahre sollen wieder Astronauten den Erdtrabanten betreten. Dieses Mal sollen private Unternehmen sehr viel stärker eingebunden werden, so gibt es nun etwa - analog zum Commercial Orbital Transportation Services und zum Commercial Crew Programm - ein Commercial Lunar Payload Services Programm. Allerdings scheint die Behörde für bemannte Missionen auch weiterhin darauf zu beharren, einen Referenz-Missionsplan vorzugeben, an dem sich alle Firmen mit ihren Vorschlägen orientieren müssen, wenn sie tatsächlich Gelder erhalten wollen. Dabei spielt eine "Gateway" genannte kleine Raumstation im Mondorbit eine zentrale Rolle. Diese wird jedoch von Kritikern wie dem Raumfahrt-Ingenieur Robert Zubrin als unnötig bzw. unsinnig angesehen. Tatsächlich würde ein solcher Zwischenstopp bei Mondlandungen mit dem BFR-System von SpaceX nicht benötigt. Wie offen die NASA tatsächlich für abweichende Ideen ist, wird sich zeigen. Da die Arbeiten an SLS und Orion aber weitergehen, ist nicht damit zu rechnen, dass ein grundlegend anderer Missionsplan (der diese milliardenschweren Projekte überflüssig machen würde) realistische Aussichten hat, angenommen zu werden.

Konzept für die "Gateway"-Raumstation mit angedockter Orion-Kapsel (Bild: NASA)


Freitag, 11. Januar 2019

Starhopper-Update

Der Prototyp für das geplante Starship von SpaceX (bislang BFR bzw. BFS genannt), ist (äußerlich) fertig; Elon Musk postete ein entsprechendes Bild auf Twitter. Die Testrakete im 50er-Jahre-Look wurde in weniger als zwei Monaten auf einem Feld in Texas zusammengeschweißt. Sie wird vor allem dazu dienen, das Gewicht und die äußere Form des späteren echten Raumschiffs für die neuen Raptortriebwerke zu simulieren, quasi ein fliegender Teststand.

Man beachte den Menschen im SpaceX-Raumanzug unten rechts
Künstlerische Darstellung (Bild: reddit-Nutzer zathermos und roow110)






















Musk rückte bei der Gelegenheit auch noch mit zwei weiteren Informationen heraus: Der erste orbitale Starship-Prototyp könnte bereits in sechs Monaten fertiggestellt sein (ein Flug in die Umlaufbahn könnte 2020 stattfinden, wenn es sehr gut läuft). Und die Super Heavy genannte Booster-Stufe wird, wie Starship, eine spiegelnde Außenhaut haben. Das dürfte dann etwa so aussehen wie im Bild oben rechts.

Mittwoch, 9. Januar 2019

News-Zusammenfassung zum Jahreswechsel

Nach längerer Pause hier zum Jahresanfang eine Zusammenfassung der Raumfahrt-Nachrichten für die vergangenen beiden Monate:

SpaceX-Update

Das BFR-Design ist immer noch im Fluss und hat sich allem Anschein nach noch einmal drastisch verändert. Außerdem gibt es zum wiederholten Mal eine Namensänderung. BFR heißt jetzt offiziell Starship (Oberstufe) bzw. Super Heavy (Booster). Die neue Riesenrakete von SpaceX wird nun hauptsächlich aus (rostfreiem) Stahl bestehen, statt wie bisher geplant aus Verbundwerkstoff. Laut Elon Musk ist Stahl vor allem bei hohen Temperaturen, wie sie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auftreten, überlegen. Obwohl Stahl schwerer ist, lässt sich so bei der Gesamtkonstruktion Gewicht sparen, da kein separater Hitzeschild benötigt wird. Die stählerne Außenhaut von Starship wird ein spiegelndes Finish erhalten; damit wird die Rakete den 50er-Jahre-Visionen eines Raumfahrzeugs immer ähnlicher. Außerdem wird es ein aktives Kühlsystem geben: flüssiges Methan wird durch den Rumpf gepumpt werden, um so Hitze abzuführen.
Auch das Raptor-Triebwerk hat laut Musk ein "radikales" Redesign durchlaufen, eine erste Testzündung könnte nächsten Monat stattfinden.

Derzeit entsteht in Texas ein Prototyp des Starships, mit dem bereits im März oder April 2019 erste "Hüpfer" unternommen werden sollen. Ähnlich lief es auch bei der Entwicklung der wiederverwendbaren ersten Stufe der Falcon 9; SpaceX führte dafür Testflüge mit einem "Grasshopper" getauften Prototypen durch.
Der Starship-Prototyp hat mit neun Metern den gleichen Durchmesser wie die finale Version, ist aber deutlich kürzer. Drei Raptor-Triebwerke sollen das silbrig schimmernde Gefährt vom Boden heben.

Eine offizielle Präsentation des aktuellen BFR-Designs wird es voraussichtlich im Frühjahr geben. Musk schätzt die Chancen, dass Starship bereits 2020 die Erdumlaufbahn erreichen könnte, auf 60%.

Der Starship-Prototyp wird quasi auf freiem Feld zusammengeschweißt (Bild: SpaceX)

Ein aktuelles Bild aus Boca Chica, Brownsville, Texas



Weitere SpaceX-Nachrichten/Sonstiges:

CRS-16-Booster schafft die Landung nicht

Da die Hydraulik einer der Gitterflossen ausfiel, funktionierte diese beim Landeanflug nicht richtig und die erste Stufe geriet fast außer Kontrolle. Es gelang aber, sie soweit zu stabilisieren, dass eine sanfte Wasserlandung möglich war. Der Booster wurde geborgen und kann möglicherweise trotz des ungeplanten Bads im Atlantik erneut zum Einsatz kommen.



Wiederverwendung der Nutzlastverkleidung

Elon Musk twitterte, dass die Nutzlastverkleidung möglicherweise gar nicht an Bord des Bergungsschiffs "Mr. Steven" landen muss, um wiederverwendet werden zu können. Auch nach den bisherigen Wasserlandungen waren die Verschalungen in gutem Zustand.

Dazu ein Video von einem Test, bei dem der Auffangversuch nur um Haaresbreite misslang:



Hexenjagd bei der NASA

Anscheinend ist man bei der Raumfahrtbehörde nicht mit den Problemen um SLS und Orion ausgelastet. Jedenfalls war man dort angeblich so empört über Musks Auftritt in der Show von Joe Rogan, bei der er an einem Whisky nippte und es tatsächlich wagte, einmal an einem Joint zu ziehen (ohne zu inhalieren), dass es dazu nun eine offizielle und sehr tiefgreifende Untersuchung geben soll (einschließlich Befragung von SpaceX-Mitarbeitern). Ob es den Verantwortlichen bei der NASA tatsächlich darum geht, die Sicherheit ihrer Astronauten zu gewährleisten oder darum, die eigene blamable Leistung zu kaschieren (Orion seit 2005 in der Entwicklung, SLS um mindestens fünf Jahre verspätet), sei dahingestellt. Leider ist es möglich, dass sich durch dieses Politikum der erste bemannte Start mit Falcon 9/Dragon erneut verzögert. Derzeit ist ein unbemannter Test des Systems, bei dem ein Abbruch während des Flugs (einschließlich Sprengung der Trägerrakete) erprobt werden soll, für nächsten Monat geplant.

Die Dragon-Crewkapsel bei Tests auf der Startrampe (Bild: SpaceX)

FCC-Genehmingung für Starlink-Satelliten, Entlassungen am Starlink-Standort

SpaceX hat für sein Internet-Satelliten-Projekt von der amerikanischen Regulierungsbehörde für den Kommunikationsmarkt die Genehmigung für weitere 7518 Satelliten erhalten. Bereits im März hatte es grünes Licht für 4425 Satelliten gegeben. Im Februar wurden zwei Starlink-Testsatelliten, Tintin A&B, ins All gebracht, die die Erwartungen voll erfüllten. Derweil ist Elon Musk offensichtlich mit dem bisherigen Fortschritt am Projektstandort in Redmond unzufrieden; mehrere Manager wurden von ihm persönlich gefeuert.
Die Satellitenkonstellation wird frühestens 2020 den Betrieb aufnehmen.

InSight-Landung

Nach dem Mars-Rover Curiosity im Jahr 2011 ist die NASA erneut mit einer Sonde auf dem roten Planeten gelandet. Am 26. November erreichte die InSight-Mission nach einem halben Jahr Flugzeit den Mars. Die Landung erfolgte mit Hilfe von Fallschirmen und Bremsraketen. Die Sonde soll den inneren Aufbau des Planeten erforschen.

Die Insight-Sonde auf der Marsoberfläche (Bild: NASA)

Virgin Galactics erster "Raumflug"

Nach jahrelangen Verzögerungen hat es das Weltraumtourismus-Unternehmen von Milliardär Richard Branson endlich geschafft, mit seinem Raumflugzeug einen suborbitalen Raumflug durchzuführen. Gemeinhin wird eine Höhe von 100 Kilometern als Grenze zum Weltraum betrachtet, die so genannte Karman-Linie. Diese Marke erreichte Virgin Galactic nicht ganz. Trotzdem zeigt der Test, dass das Projekt wohl doch noch den kommerziellen Betrieb aufnehmen wird, wenn auch viel später als ursprünglich geplant.



Samstag, 20. Oktober 2018

BepiColombo auf dem Weg zum Merkur

Gestern nacht startete die Raumsonde mit einer Ariane 5-Rakete ins All. Sie wird den sonnennächsten Planeten Merkur im Jahr 2025 erreichen.


Es ist erst die dritte Mission überhaupt dorthin. Bisher haben nur die Amerikaner mit Mariner 10 (1974/75) und Messenger (2011-2015) dem Planeten einen Besuch abgestattet. Das europäisch-japanische BepiColombo-Projekt startete um die Jahrtausendwende, Auftragsvergabe war 2008. Ursprünglich sollte es bereits 2013 losgehen, doch die Entwicklung dauerte länger als geplant.

Um den Merkur zu erreichen, folgt die Raumsonde einer komplexen Flugbahn:


Die Sonde besteht aus zwei Teilen, dem japanischen Mercury Magnetospheric Orbiter (Magnetosphärenorbiter) und dem europäischen Mercury Planetary Orbiter. Die beiden Raumfahrzeuge reisen aneinadergekoppelt zum Merkur, werden den Planeten nach ihrer Ankunft aber auf unterschiedlichen Umlaufbahnen umkreisen.

Ziel der Mission ist unter anderem eine genauere Kartographierung, die Erstellung einer Höhen- und Temperaturkarte, die Untersuchung der chemischen Zusammensetzung der Oberfläche sowie die Vermessung des Magnetfelds.

Der Merkur, aufgenommen von der NASA-Sonde Messenger (Bild: NASA)


Dienstag, 16. Oktober 2018

Paul Allen, 1953-2018: Microsoft-Mitgründer und Raumfahrt-Investor

Paul Allen ist am gestrigen Montag nach jahrzehntelangem Kampf gegen den Krebs gestorben. Er gründete 1975 zusammen mit Bill Gates Microsoft und finanzierte das SpaceShipOne-Projekt von Burt Rutan, das 2004 den Ansari X-Prize gewann. 2011 gründete er Stratolaunch, dessen ersten Start er nun leider nicht mehr miterleben wird.

Paul Allen (rechts) mit Burt Rutan bei der Präsentation von Stratolaunch im Jahr 2011