Mittwoch, 7. August 2019

Starship-Update, AMOS-17

Die Arbeiten an den beiden orbitalen Starship-Prototypen schreiten weiter zügig voran, wie diese aktuellen Bilder zeigen:

SpaceX-Standort in Cocoa Beach, Florida. Wie die neu entstandene käfigartige Struktur genutzt werden wird, ist noch nicht klar.





Boca Chica, Brownsville, Texas. Das Bild entstand bei einem Besuch von Musk am Montag.

Die nächste offizielle Präsentation zum Starship-Projekt soll nun am 24. August stattfinden. Musk kündigte an, bei der Gelegenheit alle wichtigen Designentscheidungen erläutern zu wollen.

Derweil hat SpaceX bereits damit begonnen, Anträge für Baugenehmigungen zu stellen, die für die Starship-Arbeiten auf Startkomplex 39A benötigt werden. Darauf ist gut zu erkennen, dass der Startturm für die Marsrakete ein Stück hinter und neben der Hauptplattform entstehen wird. Starship wird von einer 30 Meter hohen Plattform abheben, darunter wird sich ein so genannter flame deflector für den mächtigen Antriebsstrahl befinden.



AMOS-17-Mission erfolgreich

Gestern wurde der sechseinhalb Tonnen schwere AMOS-17-Kommunikationssatellit in einen geostationären Orbit transportiert. Dabei kam eine Falcon 9-Hauptstufe zum Einsatz, die bereits zwei Flüge hinter sich hatte und für diese dritte Mission in der nicht-wiederverwendbaren Konfiguration abhob. Der Flug war für den Kunden Spacecom kostenlos, da deren AMOS-6-Satellit bei einem fehlgeschlagenen Test mit der Falcon 9 im September 2016 zerstört worden war. Es war die zehnte SpaceX-Mission in diesem Jahr.

Ein selten gewordener Anblick: Eine Falcon 9 ohne Landebeine (Bild: K. Scott Piel, Flickr)



Zum ersten Mal gelang es bei dieser Mission, eine der Nutzlastverkleidungen mit einer Netzvorrichtung an Bord eines Bergungsschiffes aufzufangen:





Samstag, 27. Juli 2019

Erster Hopser mit SpaceX' Starhopper erfolgreich

Der subortbitale Prototyp der geplanten Starship-Marsrakete von SpaceX, Starhopper, hat am 25. Juli zum ersten Mal eine Höhe von ca. 20 Metern erreicht.



 
Bei einem Triebwerkstest eine Woche zuvor hatte es einen zumindest gefährlich aussehenden Zwischenfall gegeben, bei dem ein gewaltiger Feuerball Starhopper vollständig einhüllte (zweites Video). Der Schaden war aber minimal, wie dieses aktuelle Bild zeigt:


Hier hat sich die Entscheidung von SpaceX, auf widerstandsfähigen Stahl statt auf Kohlefaser-Verbundwerkstoffe zu setzen, also schon ausgezahlt.

Außerdem gibt es wieder einmal ein paar neue Infos direkt von Elon Musk zum derzeitigen Designstatus von Starship:

  • Die erste Stufe, genannt Super Heavy, wird nun über 35 (statt wie bisher geplant 31) Raptor-Triebwerke verfügen.
  • Das Hitzeschutzsystem mit aktiver Kühlung der Außenhaut wird anscheinend vorerst nicht weiter verfolgt, stattdessen setzt man auf hitzebeständige Kacheln an der der Atmosphäre zugewandten Seite der Außenhülle. Ein paar Exemplare davon werden auf der derzeit laufenden CRS18-Mission zur ISS mit der Dragon-Kapsel getestet werden.
  • Musk hofft, dass bereits in 2-3 Monaten erste Testflüge mit den beiden orbitalen Prototypen, die derzeit in Florida und in Texas zusammengeschweißt werde, stattfinden können. Nochmals 2-3 Monate danach könnten sie zum ersten Mal die Erdumlaufbahn erreichen, also Ende 2019 oder Anfang 2020.
  • Die orbitalen Prototypen werden dabei von Startkomplex 39A (Apollo- und Shuttleprogramm) in Florida abheben. Dafür wird eigens eine neue Startanlage entwickelt, die an der Rückseite des jetzigen Startturms montiert werden wird.

Samstag, 20. Juli 2019

Heute vor 50 Jahren: Menschen landen auf dem Mond

Zur Zeit läuft in (viel zu wenigen) Kinos die Dokumentation "Apollo 11". Absolut sehenswert, vor allem dank der hervorragenden Qualität der Videoaufnahmen, die dieses Ereignis greifbar machen und es an die Gegenwart heranrücken. Der gesamte Film kommt ohne Erzähler aus, das Gezeigte spricht für sich selbst.




Wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages eine ähnliche Dokumentation über die erste bemannte Marsmission.

Freitag, 12. Juli 2019

Starship/Starhopper Update

  • Raptor-Triebwerk SN-06 (Serial Number 06) erreicht den Startplatz in Texas und wird in den Hopper-Prototypen eingebaut. Erste Hüpfer bis in 20 Meter Höhe könnte es laut Elon Musk frühestens nächsten Dienstag geben. Einer der orbitalen Prototypen könnte in den kommenden Monaten bereits eine Höhe von 20 Kilometern erreichen.


  • Bei einem kleinen Feuer am vergangenen Montag auf dem SpaceX-Gelände in Florida, wo derzeit der zweite orbitale Starship-Prototyp zusammenmontiert wird, gab es nur Sachschaden (ca. 100000 Dollar), verletzt wurde niemand. Auf diesem Video von Dienstag, 9. Juli, sind keine Brandschäden zu erkennen:


  • Aktuelle Nutzlast-Angaben für Starship von Musk: bis zu 150 Tonnen in eine niedrige Erdumlaufbahn wenn voll wiederverwendbar, unter realistischen Missionsbedingungen eher 100-125 Tonnen. Etwa das Doppelte ohne Wiederverwendung von erster bzw. zweiter Stufe. Damit ist auch die aktuelle Starship-Version immer noch das mit Abstand stärkste Trägersystem, das es jemals gegeben hat (bzw. in naher Zukunft geben wird).
  • Erste kommerzielle Mission für Starship möglicherweise bereits 2021: SpaceX befindet sich derzeit laut eigenen Angaben in Gesprächen mit drei Telekom-Unternehmen für eine erste kommerzielle Mission im Jahr 2021 mit dem neuen Träger. Musk hatte in der Vergangenheit gesagt, dass ein orbitaler Starship-Protoyp 2020 die Umlaufbahn erreichen könnte.
  • Musk plant eine weitere offizielle Starship-Präsentation für Ende Juli, nach Abschluss der ersten Testflüge mit Starhopper. 

Das bis jetzt bekannte Design dürfte in Teilen schon wieder überholt sein (Bild: SpaceX)

Mondprojekt: NASA-Manager Gerstenmaier verliert Posten

William Gerstenmaier, der 14 Jahre lang als Manager des bemannten Raumfahrtprogramms den nach dem NASA-Chef wohl wichtigsten Posten bei der Behörde bekleidete, muss gehen. Mit Ken Bowersox übernimmt ein ehemaliger Shuttle-Astronaut und SpaceX-Mitarbeiter seinen Job.

Jim Bridenstine, der seit gut einem Jahr die NASA leitet, machte die Ankündigung am Mittoch in einer E-Mail an die Mitarbeiter der Behörde. Als Grund gab er an, dass personelle Veränderungen notwendig seien, um das von der Trump-Regierung vorgegebene Ziel einer bemannten Rückkehr zum Mond bis 2024 zu erreichen. Auch Gerstenmaiers Stellvertreter, Bill Hill, wurde auf einen nachgeordneten Posten versetzt.

Ein Vertreter der alten Garde: Gerstenmaier im Juni 2019 (Bild: NASA)


Gerstenmaier leitete das HEOMD (Human Exploration and Operations Mission Directorate) bei der NASA und war in dieser Funktion seit 2005 u.a. für die ISS, Orion, SLS und auch Commercial Crew verantwortlich. Er brachte eine gewisse Kontinuität in die Projekte: Während er diese Top-Position innehatte, arbeitete er nacheinander mit drei verschiedenen NASA-Chefs (Michael Griffin, Charles Bolden und aktuell James Bridenstine) zusammen. Seine Laufbahn bei der NASA begann er bereits Ende der 70er-Jahre.

Gerstenmaier hat sich allerdings durch sein starres Festhalten an Projekten wie SLS und Gateway nicht nur Freunde gemacht. Die ehemalige stellvertretende NASA-Chefin Lori Garver etwa schrieb, er habe es denjenigen schwer gemacht, die Veränderungen wollten. Zudem kommen insbesondere SLS und Orion nicht voran und liegen Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

Ken Bowersox (Bild: NASA)
Der neue Mann auf dem Posten, Ken Bowersox, war fünfmal mit dem Space Shuttle im All und von 2009 bis 2011 für ca. zweieinhalb Jahre bei SpaceX beschäftigt. Gerüchten zufolge lief es dort für ihn jedoch nicht rund. Sein Stellvertreter wird Tom Whitmeyer, ein langjähriger NASA-Mitarbeiter.

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in der neuen Rolle am gestrigen Donnerstag sagte Bowersox, er wolle Entscheidungsprozesse innerhalb der Raumfahrtbeöhrde beschleunigen, dann sei die 2024-Deadline zu machen. Er stellte auch den bereits bekannten Missionsplan, basierend auf SLS, Orion, der Gatewaystation, sowie einem noch zu entwickelnden Lander vor, schränkte allerdings ein, dass dieser sich auch noch ändern könne. Seiner Meinung nach könne der Plan mit den vorhandenen finanziellen Mitteln realisiert werden. Bridenstine hatte erst kürzlich die Mehrkosten für ein beschleunigtes Mondprogramm auf 20-30 Milliarden Dollar insgesamt geschätzt.

Neuer Plan von Trump in der nächsten Woche?

Es gibt Gerüchte, wonach die Trump-Regierung das 50-jährige Jubiläum der ersten Mondlandung im Juli 1969 nutzen möchte, um eine große Ankündigung in Sachen Raumfahrt zu machen. Um was es sich dabei handelt, ist unklar: Erst im März hatte Vizepräsident Pence die NASA auf eine Mondlandung 2024 eingeschworen; allerdings hatte Trump die NASA via Twitter auch schon einmal aufgefordert, sich mehr auf den Mars zu konzentrieren.


Donnerstag, 4. Juli 2019

Nachrichten Mai/Juni

Hier nach längerer Pause eine geballte Ladung Informationen. Die vergangenen zwei Monate waren sehr ereignisreich.

Erste Starlink-Mission

Am 24. Mai brachte eine Falcon 9 Block 5 die ersten 60 Satelliten der geplanten Starlink-Konstellation von SpaceX in die Erdumlaufbahn. Starlink (offizielle Webseite) soll einmal 12000 Satelliten umfassen und schnellen Internetzugang fast überall auf der Welt ermöglichen. Vor allem bislang schlecht oder gar nicht ans Netz angebundene Regionen könnten davon profitieren.

Die am eigens dafür geschaffenen SpaceX-Standort in Redmond gebauten Satelliten waren dicht an dicht in die Nutzlastsektion gepackt. Das Aussetzen funktionierte problemlos. Am Boden ließen sich die Satelliten daraufhin anfangs als eindrucksvolle Lichterkette beobachten (s. Video).

Die bislang schwerste Nutzlast für eine Falcon 9: 60 Starlink-Satelliten am Boden...

...und in der Umlaufbahn. Die erste Stufe der Falcon 9 schaffte die Landung.

Mittlweile haben 45 von 60 Satelliten ihre vorgesehenen Umlaufbahnen erreicht. Fünf sind noch auf dem Weg dorthin, fünf weitere werden zuvor noch durchgecheckt, zwei werden planmäßig zum Ansturz gebracht um das entsprechende Prozedere zu testen und mit dreien ist die Kommunikation abgerissen. Diese drei werden ebenfalls abstürzen und in der Erdatmosphäre verglühen.

SpaceX plant mindestens eine weitere Starlink-Mission noch in diesem Jahr. Dabei wird eine bereits geflogene Falcon 9-Zentralstufe wiederverwendet werden.

Die Satellitenkonstellation könnte bereits nächstes Jahr den Betrieb aufnehmen, bis zum vollständigen Aufbau wird es aber noch einige Jahre dauern.


Auch die Nutzlastverkleidungen wurden aus dem Wasser geborgen (Bilder: SpaceX).




Dritter Start von Falcon Heavy

Nach Starlink folgte am 12. Juni die Radarsat-Mission für die kanadische Raumfahrtbehörde. Auch hier gelang die Landung der ersten Stufe, augenscheinlich fast schon Routine für SpaceX. Der Start erfolgte in dichtem Nebel von der Vandenberg-Basis in Kalifornien.

Nur zwei Wochen später, am 25. Juni, hob dann Falcon Heavy zum dritten Mal ab. 24 Satelliten wurden für die Air Force, NASA, NOAA, sowie mehrere Universitäten im Rahmen der STP (Space Test Program)-2-Mission erfolgreich ins All transportiert.

Erster Nachstart für Falcon Heavy von SLC-39A in Florida (Bild: SpaceX)

Die beiden Seitenbooster legten, wie schon bei den ersten beiden Missionen, eine Bilderbuchlandung hin. Die Zentralstufe schaffte es dagegen nicht, anders als bei der zweiten Mission im April. Das ist auch dem Umstand geschuldet, dass SpaceX diesmal ganz bewusst die Grenzen des Systems austesten wollte: Bei keiner Mission zuvor erreichte die Zentralstufe eine so hohe Geschwindigkeit und flog so weit.

Erstmals gelang es bei dieser Mission, eine der Nutzlastverkleidungen mit einem Netz an Bord eines Bergungsschiffs aufzufangen. SpaceX veröffentlichte dazu heute ein faszinierendes Video.




Starship-Update

Vor gut einem Monat schrieb Musk auf Twitter, dass die neue Riesenrakete Starship/Superheavy (früher BFR genannt) eine erneute Designiteration durchlaufen hat, die Flügel würden überarbeitet. Den Zeitplan würde das allerdings nicht allzu sehr durcheinanderbringen.

Derzeit arbeiten gleich zwei Teams von SpaceX, eins in Texas und eins in Florida, an ersten flugfähigen Starship-Prototypen. Außerdem wird man in Kürze wieder Hüpfer mit dem suborbitalen Starhopper durchführen.

Arbeiten am orbitalen Starship-Prototypen in Florida

Musk sagte außerdem, dass die Konstruktion des Superheavy genannten Boosters im August beginnen könnte. Dafür werde man für den Anfang "nur" 20 Raptor-Triebwerke verbauen, um den Schaden im Fall eines Unfalls etwas zu minimieren. Die finale Superheavy-Version wird 31 Triebwerke haben.


Artemis-Mondprogramm der NASA in Schwierigkeiten

Die NASA hält trotz aller Kritik an ihren Plänen zum Bau einer kleinen Raumstation im Mondorbit, genannt Gateway, fest. Diese spielt eine wichtige Rolle für das Artemis-Mondprogramm der NASA, das zum Ziel hat, bereits 2024 wieder Astronauten auf dem Mond zu landen - die Erfolgsaussichten dafür sind jedoch sehr gering, aus mehreren Gründen.

Vor zwei Monaten kursierten Schätzungen, dass ein derart beschleunigtes Programm Mehrkosten von 40 Milliarden Dollar, verteilt auf fünf Jahre, verursachen würde. Mitte Juni wurde es dann konkreter und offiziell. NASA-Chef Bridenstine spricht nun von 20-30 Milliarden, d.h. 4-6 Milliarden pro Jahr über den bisherigen Budgetplanungen. Dass der Kongress diese Mittel bewilligt, ist äußerst unwahrscheinlich, zumal die Demokraten im Repräsentantenhaus das Vorhaben ohne Weiteres blockieren können; in dieser Kammer haben sie die Mehrheit und sie stehen bekanntlich mit Präsident Trump auf Kriegsfuß.

Zu der nicht tragfähigen Finanzplanung kommen immer neue Verzögerungen mit der Riesenrakete SLS, die nun frühestens 2021 zum ersten Mal starten soll. Zu Beginn des Projekts ging man von 2016 aus.

Wie dem auch sei, die NASA gibt sich unbeirrt und hat im Mai einen Auftrag an die Firma Maxar Technologies vergeben, die in Zusammenarbeit mit Blue Origin und Draper das Antriebs- und Energiemodul für die Gateway-Station bauen soll. Start wäre 2022, möglicherweise würde dafür die New Glenn-Rakete zum Einsatz kommen, die Blue Origin derzeit entwickelt.

Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders: Innerhalb der Trump-Regierung gibt es Bestrebungen, dem Gateway-Projekt den Geldhahn zuzudrehen, um das Ziel einer Mondlandung schneller und günstiger erreichen zu können.


Donnerstag, 27. Juni 2019

Europa will SpaceX-Technologie kopieren

Nachdem man in Europa jahrelang die Überlegenheit von SpaceX durch die Entwicklung wiederverwendbarer Zentralstufen geleugnet hat, soll nun nachgeholt werden, was in dieser Zeit versäumt wurde - ein klassisches Beispiel von "too little, too late"?

Die Europäische Union fördert mit insgesamt drei Millionen Euro die Entwicklung von Technologien, die für wiederverwendbare Trägersysteme benötigt werden. Unter dem Projektnamen RETALT (RETropropulsion Assisted Landing Technologies) sollen Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und fünf private Unternehmen versuchen, den erfolgreichen Ansatz von SpaceX zu kopieren.

Zwei Raketen-Konfigurationen sollen untersucht werden: RETALT1, ein zweistufiger Falcon 9-Klon, und RETALT2, ein einstufiges System, das Ähnlichkeit mit den amerikanischen Roton- und DC-X-Prototypen aus den 90er Jahren hat. RETALT1 nutzt als Antrieb sieben modifizierte Vulcain 2-Triebwerke und ist für Nutzlasten von 30 Tonnen in eine niedrige Erdumlaufbahn ausgelegt. Bei beiden Raketen handelt es sich lediglich um Studien, sie werden nicht tatsächlich gebaut werden, geschweige denn fliegen.

RETALT1 sieht der Falcon 9 zum Verwechseln ähnlich (Bild: RETALT)

Mit RETALT2 soll das Konzept eines einstufigen, orbitalen Trägers untersucht werden (Bild: RETALT)

Wie sich dieses Unternehmen in die bereits bestehenden Projekte Callisto und Prometheus einfügt, ist unklar. Drei Millionen Euro sind zudem eine sehr kleine Summe für das selbst gesteckte Ziel, europäisches Know-how, vergleichbar dem von SpaceX, im Bereich wiederverwendbarer Raketen zu schaffen. SpaceX benötigte nach eigenen Angaben für die Weiterentwicklung der ursprünglichen Falcon 9 in die heute existierende, teilweise wiederverwendbare Block 5-Variante ca. eine Milliarde Dollar.

Dazu kommt, dass SpaceX nicht stillsteht, sondern bereits an der Entwicklung eines vollständig wiederverwendbaren Trägers (BFR/Starship) arbeitet, der voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre einsatzbereit sein wird. Daher vergrößert sich der technologische Abstand zu Europa laufend weiter.